Zu einem guten Ende gehört auch ein guter Beginn

Gestern Abend war es soweit – das langersehnte Schultheaterfestival der Ländern hat begonnen! Mit Kopfhörern durch die Hallenser Straßen, im eindrucksvollen Steintor Varieté eine fulminanten Eröffnung und am Abend das erste Stück als Einstimmung auf die kommende Woche. Diesen spannenden Festivalauftakt möchten wir hier Revue passieren lassen.

Ein kollektives Erlebnis

Mit einer Audiodatei und Kopfhörern ausgerüstet machten sich die Schüler*innen und Besucher auf den Weg. Die Stimme im Ohr führte die bunt gemischte Gruppe in die Gegend um das Basislager und ließ den Passanten dort miauende, springende oder in Zeitlupe laufende Festivalteilnehmer mit weißen Jutebeuteln und blauer Aufschrift bestaunen.

  • Foto: Marie Goss

  • Foto: Marie Goss

  • Foto: Marie Goss

Papierflieger, Regenschirm und Salz

Das Ziel des kleinen Umzugs war das Steintor Varieté. Der beeindruckende Saal füllte sich, die Spannung stieg und dann wurde es dunkel. Eine Gruppe aus jungen Erwachsenen, aus örtlichen Theatergruppen, führte mit einer „unglaublich kreativen“ Moderation durch den Abend, findet der Bildungsminister und Schirmherr Marco Tullner.

Die Zuschauer*Innen wurden interaktiv miteinbezogen: summen, Papierflieger basteln und das Handylicht als Zeitbegrenzung des Vortragenden. Die Vorstellung der Gruppen zwischen den Grußworten steigerte zusätzlich die Vorfreude auf die Woche. Mit Schirmen bei dem Schirmherren und Salz bei dem Abgesandten der Stadt signalisierten die Moderatoren auf unterhaltsame Weise die zeitlichen Grenzen der Reden.

  • Die Morderator*innen hatten immer die Redezeiten im Auge.

  • René Rebenstdorf, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Umwelt

  • Bildungsminister und Schirmherr Marco Tullner

„Bildung, die alle Sinne umfasst“

Bei den Vorträgen der Doppelspitze des Bundesverband Theater in Schulen, der Stiftung Mercator und René Rebenstdorf, dem Beigeordneten für Stadtentwicklung und Umwelt aus Halle, wurde klar, wieso laut dem Schirmherrn „Schultheater seinen Platz in der Schule braucht. Es ist eine Form von Bildung, die alle Sinne und auch Kompetenzen umfasst, die im normalen Unterricht nicht abgedeckt werden.“ Hr. Tullner wünscht deshalb allen Teilnehmer*innen „ganz viel Spaß und dass sie die Gemeinschaft, die Euphorie und die Stimmung mitnehmen können.“.

Eine Aufforderung

Die Teilnehmer*innen hatten nun Zeit, ihr Quartier zu beziehen und in Ruhe anzukommen. Am Abend fanden sich alle wieder im Steintor Varieté, das übrigens das älteste Varieté in Deutschland ist, zusammen, um die Inszenierung der Gruppe „Mienenspiel“ aus Sachsen zu bestaunen. Sechs junge Mädchen der Oberschule Lößnitz konnten das Publikum durch ausdrucksstarke Darstellung und ihrer besonderen Art, die Bühne in die verschiedensten Räume zu verwandeln, fesseln. Die Schauspielerinnen zeigten mit ihrem Stück eine erste mögliche Auseinandersetzung mit dem Thema RAUM.BÜHNE und überzeugten. Mehr dazu im Essay von „Yung Cult“ hier auf unserem Blog.

Passend zum Start fordert der Titel der Produktion auf: „Spielt!“

Hast du einen Löwen?

Zum Ausklang des Abends war Einiges geboten: Im Festivalzentrum nebenan war der Name Programm: In der „Kennenlern-Bar“ erhielten die Anwesenden Memory-Karten, zu denen sie die Personen mit der passenden Karte suchen mussten. In gemütlicher Runde lernte man sich kennen und startete in das Festival.

Konfuzius setzt einem guten Ende einen guten Beginn voraus. Mit diesem tollen Start kann die Woche also nur NOCH VIEL besser werden!

Lasset die Spiele beginnen!

Marie Goss

21.Sept. 2019

Kritik zu „Spielt!“

Yung Cult

23.Sept. 2019