Eine szenische Collage als Hommage

Die Gruppe DRAMS'n'ROSES beim Proben, Foto: BVTS

Für das Gastgeberland Sachsen-Anhalt tritt die Gruppe DRAMS'n'ROSES des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Sangerhausen an. In ihrer Eigenproduktion „(T)Raum(Zeit)“ – Aufführung am Freitag um 9:00 Uhr im LISA – sind sie dem bedeutenden Theatermacher Einar Schleef auf der Spur, einem Sohn der Stadt Sangerhausen, der 1964 am Geschwister-Scholl-Gymnasium sein Abitur bestand.

Der Erarbeitungsprozess in vollem Gang

Einar Schleef, Foto: Einar-Schleef-Arbeitskreis Sangerhausen e.V.

Einar Schleef, Foto: Einar-Schleef-Arbeitskreis Sangerhausen e.V.

Das Landeszentrum Spiel & Theater Sachsen-Anhalt, kurz LANZE, durfte vergangenen Montag eine Probe besuchen. Mit von der Partie war auch der Bildungsminister Marco Tullner, der die Möglichkeit nutzte, mit den Spieler*innen über ihr Stück und ihre Erfahrungen zu sprechen. Dabei zeigte sich, dass er eine hohe Meinung vom Schultheater hat: Dem Schultheater sei "keine Bühne zu klein und kein künstlerisches Experiment zu gewagt.“ Das spiegelt sich sowohl im gewählten Thema wie auch in der Arbeitsweise der Gruppe wider.

Eine kollektive Entwicklung künstlerischen Forschens

SDL 2019, Die Gruppe DRAMS'n'ROSES aus Sachsen-Anhalt Foto: BVTS

DRAMS'n'ROSES behandeln in ihrem Stück Isolation, Gefangensein und Einsamkeit, Foto: Lanze

Die Schüler*innen setzen sich mit Motiven aus Einar Schleefs sangerhausenskrank auseinander. Es geht um Isolation, Gefangensein, Einsamkeit. Die gemeinsame Erarbeitung des Stückes, bei der alle Beteiligten gleichberechtigt und ernsthaft wahrgenommen und einbezogen werden, ist den Spieler*innen und ihrer Spielleiterin Gabriele Horn besonders wichtig. Jede einzelne Szene der Collage auf den Spuren eines künstlerischen Einzelgängers wird partizipativ erarbeitet und gibt dabei auch Einblicke in die Generation 2000. Auf der Suche nach neuen Formen und Wegen der Darstellung sind alle gespannt darauf, wie ihr Spiel auf andere wirken wird, und freuen sich „auf einen kreativen Austausch und neue Inspiration während des Festivals.“

Interview mit Gunter Mieruch (BVTS)

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