Spielzeug und Lollies statt Handy

Foto: Marie Goss

Sieben Jugendliche im Sog sozialer Netzwerke - diesem Thema hat sich die Theater AG “MENSCHENsKINDER” der Dr. Hugo Rosenthal Oberschule aus Hohen Neuendorf in Brandenburg gewidmet. Ihre Eigenproduktion lässt den Zuschauern Raum, um ihren eigenen Smartphone und Social-Media-Konsum zu reflektieren. Mit der Gruppe haben wir die Inszenierung besprochen.

Wie war eure Aufführung?

Stimme 1: Aufregend!

Stimme 2: Es war auch etwas verwirrend wegen unserer Aufregung.

Stimme 3: Wir waren auch sehr gestresst, weil wir noch nie gespürt haben, wie das so ist. Als wir dann wirklich oben gestanden sind war das so eine Beruhigung, weil wir gemerkt haben: Die Leute wollen das wirklich sehen!

Foto: Marie Goss

Wie kamt ihr zu eurem Thema?

Stimme 1: Wir wollten eigentlich ein ganz anderes Thema machen, und zwar eine chaotische Klasse. Das hat irgendwie gar nicht funktioniert, weil es nicht zu uns gepasst hat.

Stimme 2: Ich glaube, wenn man kein Chaot ist, kann man das auch nicht spielen.

Stimme 3: Unsere Theaterlehrerin ließ uns dann unsere Ideen aufschreiben und wir haben dann aus mehreren Textstücken von uns allen unser Theaterstück designt.

Stimme 4: Dann kam noch dazu was uns gefällt, was unser Style ist und unsere Hobbys sind.

Stimme 5: Dann hat jemand, ich weiß nur nicht wer, was von Kisten gesagt. So kamen wir dann auf die.

Stimme 6: Eine aus unserer Gruppe hat kein Handy, sie ist die einzige von uns die keins hat. Deswegen passt das Thema auch zur Gruppe. Sie wird ja im Stück dann ausgegrenzt, das rührt quasi da her.

Foto: Christof Heinz

Wie hat euch das Stück beeinflusst?

Stimme 1: Man sieht ja schon wie die meisten Leute auf der Straße mit dem Handy rumlaufen und deswegen ist es schon wichtig zu wissen, dass es auch noch was anderes als das Handy gibt.

Stimme 2: Man hat gesehen wie Social Media einen verändert, was es mit einem macht und wie viel Zeit eigentlich verloren geht, weil man am Handy hängt.

Stimme 3: Ich habe dadurch begriffen, wie schlimm es eigentlich ist, wenn jeder auf sein Handy guckt und dadurch voll viel von seinem Leben verpasst. Aber jetzt davon wegzukommen ist auch irgendwie schwer.

Stimme 4: Man hat auch gelernt, dass man sich mit dem Handy nicht so beschäftigen sollte, sondern wirklich mit den Freunden und der Familie was machen sollte. Das Handy ist eigentlich nur Zeitverschwendung.

Stimme 5: Dass unsere Kindheit ab und zu wieder ans Licht kommen sollte, in der man sich noch über Kisten mit Spielzeug und Lollies gefreut hat. Durch das Stück ist das bei uns auch wieder ein bisschen hochgekommen.

Keine Angst, den Text zu vergessen

Mario Arcaini

27.Sept. 2019

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27.Sept. 2019