Spielt! - Interview mit Claudia Schöniger

Foto: Frank Vogel

Im Interview Claudia Schöniger, Lehrerin für Deutsch und Musik an der Oberschule Lößnitz, Sachsen

Herzlichen Glückwunsch! „Spielt!“ wird am 22. September 2019 um 20 Uhr im Steintor Varieté in Halle das diesjährige Schultheater der Länder eröffnen.
Der Raum, den die Gruppe in ihrer Produktion in den Blick nimmt, ist eine zunächst leere Bühne. Sie wird zunehmend mit Klängen und viel Spielfreude gefüllt.
Welchen RAUM nimmt Theater an der Oberschule Lößnitz ein?

In der Kooperation mit Frau Beate Düber, Schauspielerin, Moderatorin, erarbeitet die Theater AG „Mienenspiel“ unter meiner Leitung jährlich eine Produktion. Diese Theaterarbeit findet starke Beachtung durch die Schulleitung. Zum Beispiel ist die Genehmigung von Sonderproben unproblematisch. Auch die allgemeine Akzeptanz unter Kollegen, vor allem aber der Schülerschaft, ist hoch.

Wer hat den dramaturgisch reduzierten Plot entworfen und zu welchem Zeitpunkt in der Produktion?

Nach einer Phase der Ideenfindung durch Brainstorming und geführte Improvisationen wählten wir gemeinsam vielversprechende Ideen für einen ersten Plot aus. Der Gesamtplot wurde dann von Frau Düber fünf Monate vor der Premiere fixiert.

Im Stück erleben wir Gesang und Klang ganz intensiv. Wie ist es zu dieser Klanggestaltung gekommen?

Der Einfluss der Schüler bestand darin, dass sie den Song „The Hanging Tree“ von James Newton Howard auswählten, sich dann darauf einließen, ihn in immer neuen Varianten einzustudieren. Am Ende haben wir uns gemeinsam für einige wenige Klangergebnisse auf der Bühne entschieden.

Was bedeutet für Sie BÜHNE im Schultheater?

BÜHNE bedeutet, den Spielerinnen eine Auftrittsmöglichkeit auf einer richtigen Bühne zu geben. Wir halten das für eine Voraussetzung maximaler Wirkung der Theaterarbeit und auch für eine entsprechende Wertschätzung.

Auf der Bühne geben wir Kindern die Möglichkeit, sich auszuprobieren, sich zu erfahren, sich zu präsentieren. Vor allem das gemeinschaftliche Arbeiten, füreinander Verantwortung zu übernehmen, aus Fehlern zu lernen und an Erfolgen zu wachsen, sind die maßgeblichen Gewinne des Schultheaters.

Was ist für Sie das Besondere an „Spielt!”?

Die Intensität des Spiels!

Und eine Erfahrung hat mich besonders beeindruckt: Dass Kinder in einer Zeit der „schnellen Schnitte“ den Mut und auch die Freude zu Langsamkeit und Stille haben.

Vielen Dank!

Lasst die Spiele beginnen…

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