Bayern mit Kasimir und Karoline

Foto: BVTS

Schule: Dientzenhofer-Gymnasium Bamberg

Gruppe: Oberstufentheatergruppe

Spielleitung: Dominik Stoecker, Ludwig Biege

Vorstellungen: Donnerstag 9:00 Uhr und 11:00 Uhr

Spielort: LISA

Spieldauer: 45min

Kasimir und Karoline

„Es ist die Ballade vom arbeitslosen Chauffeur Kasimir und seiner Braut …, eine Ballade voll stiller Trauer, gemildert durch Humor, das heißt durch die alltägliche Erkenntnis 'Sterben müssen wir alle!'“(Ödön von Horváth)

Das Stück von Horváth greift auf einen Oktoberfestbesuch der beiden Protagonisten, Kasimir und Karoline, zu. Beide, den unteren Schichten der Gesellschaft zugehörig, versuchen, ihre brüchige Beziehung zu kitten. Brüchig ist die Beziehung durch den Druck ihrer wirtschaftlichen Lage und der damit einhergehenden Unsicherheit auch hinsichtlich ihres Selbstwertes. Vor dem Hintergrund des Volksfestbetriebes versuchen nun beide in immer neuen Ansätzen zueinander zu finden. Indes zerschellt diese Hoffnung, wie auch die auf eventuell vielversprechendere Lebensentwürfe, an ihrer faktischen gesellschaftlichen Machtlosigkeit, ihrem mangelnden Selbstwertgefühl und ihrer Unfähigkeit des Miteinanders.

Das Ziel der Gruppe ist es, Elemente des Körpertheaters mit ausdrucksstarken, wuchtigen Textstellen zu verweben. Die verwendeten Bewegungselemente und Strukturen sollen dabei nicht lediglich bebildernde Funktion haben, sondern eine eigene Ästhetik erzeugen, die mit dem Text und der Handlung punktuell zusammenfindet. Dabei gibt es nicht den einen Handlungsträger. Das Stück wird durch die Gruppe getragen. Aus ihrem permanenten Gewebe steigen wechselnde Protagonist*innen heraus und fallen wieder in die Gruppe zurück. Die Logik der stringenten Handlungsentwicklung der Vorlage soll durch eine insgesamt erfahrbare Logik der Entwicklung des Geschehens ersetzt werden.

Bundesjury: Rummelplatz auf der Theaterbühne. In „Kasimir und Karoline“ nehmen die Zuschauer*innen in der Arena hautnah wahr, was das lärmende Oktoberfest zu bieten hat. Dazwischen Menschen, die sich verlieren, die sich suchen und wiederfinden. Mithilfe choreographischer, präzise erarbeiteter Sequenzen führen die Spieler*innen durch das Geschehen, eröffnen Räume auf unterschiedlichen Ebenen und konzentrieren sich dabei stets auf das Schicksal der beiden Hauptfiguren. Dabei ein Wechselspiel zwischen Trubel und stiller Verzweiflung.

Was wir euch mitteilen möchten...

Die Choreographien und die Gestaltung der Szenen entsteht in dem gemeinsamen Probenprozess – sei es in Kleingruppenarbeit oder im Zusammenwirken mit Tanzchoreographen. Wir arbeiten jeweils im zweiwöchigen Turnus an den Wochenenden in Probenblöcken von je 3 Stunden, öfter auch in Zusammenarbeit mit ehemaligen Schülern, die Tanz studiert haben. Der zweijährige Prozess ermöglicht den Spielern ein zunehmendes Vertrautsein mit dem Stück und damit eine ausgesprochen aktive Mitgestaltung und Mitsprach

Linus A./ Sarah A./ Hagen E./ Ekaterini G./ Jule K. / Julia K./ Anna K./ Albion K./ Daniel K. / Michael L. / Manuel R./ Paulina S./ Alexander S.