Mecklenburg-Vorpommern mit Moby Dick oder die Qual des Wals

Foto: BVTS

Schule: Montessorischule Greifswald

Gruppe: Die Schokoluschen

Spielleitung: Christian Holm

Vorstellungen: Freitag 13:30 Uhr

Spielort: Steintor Varieté

Spieldauer: 60min

Moby Dick oder die Qual des Wals

Plastikmüll als Gesellschaftskritik bei der Gruppe aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Foto: Nils Kleemann

(C) Christian Holm

16 junge Menschen werden von Käpt’n Ahab als Crew angeheuert, um mit ihm den unbesiegbaren Wal Moby Dick zu erlegen. Ahab will etwas, dass er nicht kriegen kann, weil es buchstäblich eine Nummer zu groß für ihn ist. Eine wilde Seefahrt beginnt.

Wem oder was jage ich hinterher in meinem Leben? Wofür würde ich alles aufgeben und einfach lossegeln? Wonach würde ich mich zurücksehnen? Und was, wenn mir schlecht wird?

Der Roman „Moby Dick“ von Herman Melville ist ein Klassiker der Weltliteratur und erzählt auf über 800 Seiten eine tolle, tiefgründige und symbolhafte Geschichte, ist aber auch ein ganz schöner Schinken, der es einem leicht macht, auch mal 20 Seiten zu überblättern. Seitenlange Abhandlungen über die Historie des Walfangs wechseln sich ab mit interessanten philosophischen Betrachtungen, gefolgt von detaillierten Beschreibungen sämtlicher existierender Walarten oder Momenten puren Abenteuers. Für das Schultheaterprojekt „Moby Dick oder die Qual des Wals“ an der Montessorischule Greifswald galt es nun, die Geschichte gemeinsam in die heutige Zeit zu holen, um mit der Kraft des Ensembles und gleichberechtigt für alle eine spannende und gesellschaftskritische Abenteuergeschichte zu erzählen.

Bundesjury: In „Moby Dick oder die Qual des Wals“ durchqueren die Spieler*innen mit ihrem Schiff nicht nur die Weltmeere, sondern auch die Zeiten. In bewegten, originellen Bildern und Spielräumen wird der Walfang zur Allegorie für die Folgen menschlicher Hybris: Wenn die Natur zurückschlägt, sieht der Mensch alt aus!

Das sind wir!
Die Schokoluschen benannten sich selbst als Ensemble so, weil erstens Schokolade in „Moby Dick oder die Qual des Wals“ eine nicht unbedeutende Rolle spielt, außerdem fällt im Rahmen der auf der Bühne zu beobachtenden Ausbildung der Schüler_innen zu richtig harten Seebären des öfteren der Satz: Die Ferien sind vorbei, ihr Luschen!

Seit dem Schuljahr 2016/17 findet an der Montessorischule Greifswald jährlich ein Theaterprojekt für die 9. Klassen in Kooperation mit dem Theater Vorpommern statt. Da der Jahrgang 2018/19 zu groß ist, um allen die Teilhabe an einem Theaterprojekt zu ermöglichen, hat der Rektor Nils Kleemann in Absprache mit Christian Holm entschieden, die Schüler_innen zwischen Theater und zwei anderen Kreativprojekten wählen zu lassen. Vor den Sommerferien entschieden sich 16 von ihnen für das Theaterspielen. Auf dem SDL werden die Schokoluschen allerdings nur mit 14 Schauspieler*innen vor Ort sein können, die Rollen und Auftritte wurden dementsprechend umbesetzt.

Awa A./ Hanno B./Lukas B./ Jurik B./ Paul G./ Giulia H./ Henrietta H./ Lotta H./ Moritz L./ Clara M. / Heinrich M./ Betty S./ Ellie W./ Katharina W.